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Bedeutung als Begleiterkrankung

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Über
Invasive Mykosen
Fakultativ
pathogene Pilzerreger
Symptome und
klinisches Bild
Bedeutung als
Begleiterkrankung
Quellen
Bedeutung als Begleiterkrankung

Invasive Aspergillosen und Mukormykosen kommen häufig als Begleiterkrankungen von Patient:innen mit Immundefizienz vor. Bei fast allen Patient:innen liegt eine Grunderkrankung vor, die sie für die Infektion prädisponiert. Patient:innen mit hämatologischen Erkrankungen, Transplantierte12 sowie kritisch kranke Patient:innen auf der Intensivstation13 sind besonders gefährdet.

Risikofaktoren14

Hohes Risiko

  • Schwere Neutropenie
  • Hämatoonkologische Erkrankungen
  • Allogene Stammzelltransplantationen

Mittleres Risiko

  • Langzeitanwendung von Kortikosteroiden
  • Autologe Stammzellstransplantationen
  • Influenza-Infektion15
  • COPD
  • Leberzirrhose
  • Solide Malignome
  • HIV-Infektion
  • Lungentransplantation
  • Systemische immunsuppressive Therapie

Influenza rückt bei invasiven Aspergillosen zunehmend als Risikofaktor in den Fokus. Bis zu 29 % der auf der ITS behandelten Patient:innen mit Influenza bilden zusätzlich eine invasive pulmonale Aspergillose aus.16 Eine Influenza-Infektion begünstigt eine Aspergillus-Koinfektion sogar unabhängig von zusätzlichen Risikofaktoren.15

Problematische Diagnose

Invasive Aspergillosen und Mukormykosen werden aufgrund der unspezifischen Symptomatik17 und der langwierigen und schwierigen Anzucht der Erreger aus Patient:innenproben häufig erst spät, oftmals gar nicht diagnostiziert.18,19 Für eine optimale, erregerspezifische Therapie ist jedoch eine frühzeitige Diagnose erforderlich.20 Eine auf Autopsie-Daten basierende Studie aus dem Jahr 2006 zeigt eindrucksvoll, dass 75 % der festgestellten invasiven Mykosen ante mortem nicht diagnostiziert wurden.18

Herausforderungen für die Diagnostik:

  • Fehlen spezifischer Kriterien für die Diagnosestellung21,22,23
  • Schwierige kulturelle Anzucht
  • Serologische Tests (z.B. Galactomannan-Test, ß-Glucan-Test) sind teilweise unspezifisch und nicht für alle Arten geeignet8
  • Keine standardisierten molekularbiologischen Diagnoseverfahren22
  • Meist nur histopathologischer Nachweis von Mukormykose8

Ein frühzeitiger Therapiebeginn könnte das Mortalitätsrisiko um etwa 30 % reduzieren:24

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Innovative Behandlungskonzepte sind gefragt

Patient:innen mit invasiven Mykosen haben einige Herausforderungen zu bewältigen: Die meisten Patient:innen sind schwer erkrankt25 mit Komorbiditäten (einschließlich Leber- und Niereninsuffizienz), die Diagnosestellung ist schwierig17,26 und es besteht ein hohes Mortalitätsrisiko.27,28 Zudem besteht ein Potenzial für Wechselwirkungen durch Medikamenteninteraktionen mit der Begleittherapie.29 Vor diesem Hintergrund sollte bei der Behandlung von Risikopatient:innen ein an die Patient:innensituation angepasstes diagnostisches und therapeutisches Konzept zur Anwendung kommen.

Die Quellenangaben finden Sie hier.

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