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Tiefe Venenthromboembolie - RisikoTiefe Venenthromboembolie - Krebs
Venöse Thromboembolie und KrebsTiefe Venenthrombosen - Krebs

Thrombose bei einer Krebserkrankung? Erkennen Sie die Warnsignale!

Mit Krebserkrankungen verbindet man meist: Chemotherapien, lange Krankenhausaufenthalte und die Sorge, dass die Krankheit wiederkommt. An die Venen denken die allerwenigsten. Dabei sind Krebspatient:innen besonders gefährdet, venöse Thromboembolien (VTE) zu entwickeln. Eine aktuelle Studie ruft deshalb dazu auf, Möglichkeiten zu entwickeln, um Patient:innen mit einem hohen Risiko für diese lebensbedrohliche Komplikation frühzeitig zu identifizieren und sie über die Warnsignale und Symptome aufzuklären. Denn: Man kann selbst dazu beitragen, sein VTE-Risiko zu minimieren.

Bei einer venösen Thromboembolie (VTE) verstopft ein Blutgerinnsel (Thrombus) eine Vene. Je nachdem, wo der Thrombus auftritt, spricht man von einer tiefen Venenthrombose (TVT), wenn es zum Beispiel im Bein passiert, oder einer Lungenembolie (LE), wenn der Thrombus über die Blutbahn in die Lunge gelangt. Der Ursprung des Thrombus ist in den meisten Fällen gleich – auch wenn er an unterschiedlichen Stellen im Körper auftreten kann. Damit sind die tiefe Venenthrombose und die Lungenembolie verwandte Krankheitsbilder.

Schon in der allgemeinen Bevölkerung treten venöse Thromboembolien häufig auf – das Risiko bei Krebspatient:innen ist aber nochmal deutlich höher. Krebspatient:innen haben ein bis zu 9-fach höheres Risiko für eine venöse Thromboembolie.1 Dazu trägt zum einen die Krebserkrankung selbst bei: Bei einer Krebserkrankung kann sich die Zusammensetzung des Blutes ändern, was eine Thrombose wahrscheinlicher machen kann. Einige Krebsarten produzieren beispielsweise Substanzen, die die Gerinnungsfaktoren des Körpers anregen. Dadurch entsteht leichter ein Thrombus.2 Auch wo im Körper der Krebs auftritt, spielt eine Rolle. Zum anderen stellen auch Chemotherapien und längere Krankenhausaufenthalte, bei denen Patient:innen längere Zeit liegen, Risikofaktoren für eine Thrombose dar.

Risiko: Venöse Thromboembolie

Alles in allem stellen venöse Thromboembolien die zweithäufigste Todesursache bei Krebspatient:innen dar.1 Besonders das Auftreten einer Lungenembolie ist gefährlich. Wird sie nicht sofort erkannt und behandelt, kann sie tödlich enden. Daher betont eine aktuelle Studie, wie wichtig es ist, dass Krebspatient:innen die Warnsignale und Symptome einer venösen Thromboembolie kennen bzw. darüber aufgeklärt werden und im Fall der Fälle schnell einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.3

Schmerzende, schwere und geschwollene Beine, die druckempfindlich sind, können auf eine tiefe Venenthrombose hinweisen. Auch Überwärmung und Blaufärbungen der Haut können Anzeichen für eine tiefe Venenthrombose sein. Solche Symptome sollten mit einer Ärztin bzw. einem Arzt abgeklärt werden. Bei einer Lungenembolie muss es hingegen schnell gehen. Anzeichen sind zum Beispiel ein beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag und ein niedriger Blutdruck, Angst oder Schwindel, Schmerzen im Brustkorb, Kurzatmigkeit und Husten. Wichtig ist: Eine Lungenembolie ist immer ein Notfall. Hier sollte umgehend ärztliche Hilfe aufgesucht oder der Rettungsdienst alarmiert werden.

Die Behandlung von venösen Thromboembolien

Tritt eine venöse Thromboembolie auf und verstopft ein Blutgerinnsel eine Vene, kommen Medikamente, sogenannte Antikoagulanzien, zum Einsatz. Sie ermöglichen es, dass das Wachstum des Blutgerinnsels überwiegend gestoppt wird und auf natürliche Weise vom Körper abgebaut werden kann. Lange wurden hierzu sogenannte niedermolekulare Heparine verwendet, die den Patient:innen gespritzt wurden. Inzwischen steht aber eine neue Medikamentenklasse, die nicht-Vitamin-K-abhängigen oralen Antikoagulanzien (kurz: NOACs) zur Verfügung. NOACs können oral als Tabletten eingenommen werden.
 

Medikamentöse Therapie bei Blutgerinnseln

Bei einem Blutgerinnsel sollte schnell gehandelt werden. Die Antikoagulanzien werden meist über einen Zeitraum von 3 Monaten gegeben. Anschließend entscheidet die Ärztin bzw. der Arzt gemeinsam mit den Patient:innen nach einer gründlichen Untersuchung und anhand der individuellen Situation, ob und wie die Therapie weitergeführt wird.
 
Auch wenn Sie gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, sollten Sie weiter auf Symptome achten. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie erneut Anzeichen für eine Thrombose entdecken. Auch blaue Flecken und Blutungen sind ein Fall für die Ärztin oder den Arzt. Generell haben Krebspatient:innen ein erhöhtes Blutungsrisiko,4 das durch gerinnungshemmende Medikamente weiter erhöht werden kann. Ärzte wägen das Blutungsrisiko deswegen sorgfältig ab, bevor sie ein Medikament verschreiben.

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Viele Faktoren einer Krebserkrankung – Stadium und Art des Tumors, Operationen, Chemotherapie, längere Liegezeiten im Krankenhaus, usw. – erhöhen das VTE-Risiko, ohne dass Patient:innen darauf Einfluss nehmen können. Andere Faktoren hingegen kann man beeinflussen. So lange es die Krebserkrankung zulässt, kann jede:r Einzelne – im wahrsten Sinne des Wortes – aktiv werden und das Risiko für eine Gerinnselbildung verringern. Folgende Tipps helfen beim Senken des eigenen Thromboserisikos:

Körperliche Bewegung

Radfahren, Spazierengehen, Treppe statt Fahrstuhl – es sind die kleinen Dinge, die einen bewegten Alltag ausmachen. Körperliche Bewegung hilft bei der Gewichtskontrolle und ist gleichzeitig ein gutes Training für die Muskelpumpe in den Beinen. Diese hilft dabei, das Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen zu transportieren. Auch gezielte Venengymnastik kann hilfreich sein. Klinische Studien zeigten zudem die positiven Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf eine Chemo- oder antihormonelle Therapie.5

Ausgewogene Ernährung

Viel frisches Obst und Gemüse sowie reichlich frisches Wasser sind gesund und versorgen den Körper mit wichtigen Vitalstoffen. Fettes Fleisch, industriell verarbeitete Lebensmittel und Alkohol sollten eine Ausnahme auf dem Speiseplan sein. Zuviel davon ist gift für die Gefäßgesundheit. Eine gute und ausgewogene Ernährung kann zudem die Krebstherapie unterstützen und die Lebensqualität verbessern.

Nicht rauchen

Rauchen erhöht das Risiko für Blutgerinnsel, indem das inhalierte Nikotin die Blutzusammensetzung verändert. Dadurch gerinnt das Blut leichter. Zudem wird Blut durch Rauchen „dicker“ und wird so in seinem Fluss behindert. Auch und gerade bei Krebs lohnt sich ein Rauchstopp in mehrfacher Hinsicht: Rauchen kann die Wirksamkeit einer Krebstherapie mindern und vermindert die Wundheilung nach einer OP.6,7 Für einen Rauchstopp ist es, selbst für langjährige Raucher, nie zu spät.

QuellenNCCN Clinical Practice Guidelines in Oncology (NCCN Guidelines®). Cancer-associated venous thromboembolic disease. Version 3.2021 - November 15, 2021.Fernandes CJ, Morinaga LTK, Alves Jr JL, et al. Cancer-associated thrombosis: the when, how and why. Eur Respir Rev. 2019;28(151):180119.Khorana AA, DeSancho MT, Liebman H, et al. Prediction and Prevention of Cancer-Associated Thromboembolism. Oncologist 2021;26(1):e2-e7.Johnstone C, Rich SE. Bleeding in cancer patients and its treatment: a review. Ann Palliat Med 2018;7(2):265-273.Lemanne D, Cassileth B, Gubili J. The role of physical activity in cancer prevention, treatment, recovery, and survivorship. Oncology (Williston Park). 2013;27(6):580-585.Schaller K; Pötschke-Langer M. Onkologie: Rauchen verschlechtert die Wirksamkeit von Krebstherapien. Dtsch Arztebl 2013; 110(43): A-2018 / B-1784 / C-1746.Rauchstopp vor Operation zahlt sich aus. Online verfügbar unter: https://www.iqwig.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-detail.... Letzter Aufruf: 19.01.2022.

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