Lungenembolie

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Lungenembolie (LE)

Eine LE kann entstehen, wenn sich ein Gerinnsel aus einer tiefen Venenthrombose (TVT) löst oder Teile davon (Embolus) mit dem Blutstrom in die Lunge gelangen.

  • Große Blutgerinnsel können den Blutstrom zur Lunge einschränken und zu Atemproblemen führen.
  • Etwa die Hälfte aller Patienten mit einer unbehandelten TVT entwickeln innerhalb von 3 Monaten eine LE.1
  • Eine LE kann tödlich verlaufen, wenn sie nicht sofort erkannt und behandelt wird.

Wie bei einer TVT sind die Symptome einer LE unspezifisch und abhängig vom Grad der Blockierung des Blutstroms in der Lunge.

Symptome und Anzeichen einer LE können sein:

  • Kurzatmigkeit/Atemprobleme
  • Husten (mit/ohne blutig eingefärbtem Schleim)
  • Schmerzen/Beschwerden im Brustkorb
  • Angst
  • Schwindel
  • Ein beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag oder ein niedriger Blutdruck

Viele Patienten mit einer LE berichten von keinerlei spezifischen Beschwerden. Die Symptome können denen anderer Krankheitsbilder (wie Lungenentzündung und Herzinfarkt) ähneln.

Gibt es Gefahren im Zusammenhang mit einer LE?

Zu den schwerwiegendsten möglichen Komplikationen einer LE gehört die chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH). Diese bezeichnet einen Anstieg des Drucks in den Lungenarterien, die Blut vom Herzen zur Lunge transportieren. Sie wird durch ein Gerinnsel verursacht, das den Strömungswiderstand in der betroffenen Lungenarterie erhöht und auch nach Auflösung des Gerinnsels bestehen bleiben kann. Eine CTEPH kann zu anderen Erkrankungen führen und auch tödlich verlaufen.

 


Quellen:

  1. Kearon C. Natural history of venous thromboembolism. Circulation 2003; 107 (23 Suppl 1):I22–30;

 

Weitere Informationen über Lungenembolie für Fachkreise finden Sie hier: