Definition1,2

Der Morbus Crohn kann den gesamten Verdauungstrakt betreffen. Am häufigsten sind allerdings das distale Ileum und der Kolon betroffen (siehe Graphik). Ein wesentliches Charakteristikum des Morbus Crohn ist, dass die Entzündung nicht kontinuierlich in einem bestimmten Bereich des Verdauungstrakts auftritt, sondern sich entzündete und gesunde Bereiche abwechseln. Dabei betrifft die Entzündung aber alle Wandschichten. Die entzündlichen Prozesse können zur Entstehung von Fisteln, Fissuren, Abszessen oder auch Stenosen führen. 

Epidemiologie3,4

  • Prävalenz: 100 – 200 pro 100.000 Einwohner = zwischen 80.000 und 160.000 Menschen von Morbus Crohn in Deutschland betroffen4
  • Inzidenz: 6,6 pro 100.000 Einwohner3
  • Krankheitsbeginn: Im Prinzip kann jede Person in jedem Alter erkranken. Allerdings bricht die chronische Krankheit des Verdauungstrakts sehr häufig bei jüngeren Menschen aus, zumeist in einem Alter zwischen 15 und 35 Jahren3.

Symptome1

Das häufigste Anzeichen für den Morbus Crohn sind Bauchschmerzen und nicht-blutige Durchfälle, wobei es auch zu Symptomen außerhalb des Gastrointestinaltrakts kommen kann, wie etwa Gelenkentzündungen oder Entzündungen der Haut bzw. der Augen.

  • Chronische Durchfälle, häufig mehrfach am Tag
  • Krampfartige Bauchschmerzen, oft im rechten Unterbauch verstärkt
  • Leichtes Fieber, Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen
  • Komplikationen: Stenosen, Fisteln

Quellen:

  1. Preiß J et al. Z Gastroenterol. 2014; 52(12):1431-1484.
  2. Lennard-Jones JE. Eur J Gastroenterol Hepatol. 1997 Apr;9(4):353-9.
  3. Ott C et al. Eur J Gastroenterol Hepatol. 2008; 20: 917-923.
  4. Timmer A. Handbuch für die Praxis. 2009; 2:8-24.

Graphik: Pfizer Data on file.